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E2 Forum Frankfurt 2018 Konferenz News

Wir haben Ihnen eine Auswahl der Konferenzvorträge hier kurz angerissen:

Mittwoch, 19. September 2018

Integration von Aufzügen und Fahrtreppen in moderne Gebäude

Anton Michel

Anton Michel, Stadtwerke München: Zukunftsorientierte Instandhaltungskonzepte

Die effiziente Instandhaltung von Aufzügen und Fahrtreppen kann insbesondere bei großen Anlagenbeständen einen großen Beitrag zur Kostenoptimierung leisten. Anton Michel von den Stadtwerken München berichtete auf dem E2 Forum in Frankfurt am Main über zukunftsorientierte Instandhaltungskonzepte bei den Münchner U-Bahnen. Dort sorgen 771 Fahrtreppen und 184 Aufzüge für einen leistungsfähigen und barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen.

Das Servicepersonal leistet dort 12.000 Entstörungs-, Wartungs- und Reparatureinsätze pro Jahr. Die Kosten von insgesamt 15 Millionen Euro entfallen zu 70 Prozent auf personellen Aufwand. Die Stadt München entwickelte deshalb ein Leitsystem, das die Verfügbarkeit und zahlreiche andere Zustandswerte für alle Fahrtreppen in den U-Bahnen visualisiert. Der webbasierte Zugriff erlaubt eine mobile Entstörungserfassung über Tablets, bei der die Daten vor Ort eingegeben werden. Ein weiterer Vorteil ist die Bereitstellung dieser Daten für die Fahrgäste über das Internet. Weitere Kosteneinsparungen in Höhe von 38 Prozent wurden durch die Entwicklung einer eigenen Fahrtreppensteuerung realisiert. Zukünftig sollen weitere Daten erschlossen und vernetzt sowie eine vorausschauende Instandhaltung installiert werden.

Dr. André Jung

Dr. André Jung, Vestner Aufzüg: Künstliche Intelligenz im Aufzugsbau

Digitale Plattformen für das Aufzugsmanagement bringen Vorteile für Nutzer, Betreiber und Produktentwickler. Dr. André Jung von Vestner Aufzüge führte auf dem E2 Forum in Frankfurt am Main einen schnellen und komfortablen Transport, die vorausschauende Wartung und die schnelle Entwicklung digitaler Produkte als Beispiele dafür an. Die Grundlage dafür sei vor allem der Einsatz von künstlicher Intelligenz bzw. maschinellem Lernen. Maschinelles Lernen erlaubt vorausschauend Entscheidungen automatisiert zu treffen, anstatt nur auf voreingestellte Schwellwerte zu reagieren. Aus den gesammelten Daten werden Erkenntnisse gewonnen, die weitreichende Prognosen ermöglichen. Zu den Methoden des maschinellen Lernens gehören u.a. Neuronale Netze, Regression und Clusterung. Neben selbstlernender Algorithmen, empfiehlt sich die Methode des überwachten Lernens, um das umfangreiche Wissen der menschlichen Aufzugsexperten zu integrieren.

Von der Inverkehrbringung bis zum Betrieb

Thomas Pfaff

Thomas Pfaff, TÜV Rheinland, Vorsitzender DAfA: Inverkehrbringung von Aufzugsanlagen nach 2014/33/EU

Thomas Pfaff vom TÜV Rheinland erläuterte auf dem E2 Forum in Frankfurt am Main die Sicht der Prüforganisationen auf das Inverkehrbringen und den Betrieb von Aufzugsanlagen. Pfaff ist gleichzeitig Vorsitzender des Deutschen Ausschusses für Aufzüge (DAfA).

„Der Aufzug ist das sicherste Beförderungsmittel, das wir in Deutschland haben“, sagte Pfaff und führte das nicht zuletzt auf die vorgeschriebenen regelmäßigen Prüfungen zurück. Zudem seien zahlreiche europäische und nationale Vorschriften beim Inverkehrbringen eines Aufzugs durch den Montagebetrieb oder den Hersteller zu berücksichtigen. Zentrale Vorschrift sei die Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU. Werden bei der Herstellung von Aufzügen die einschlägigen harmonisierten Europäischen Normen (hEN) eingehalten, gehe man von einer Einhaltung der übergeordneten Aufzugsrichtlinie aus. Abweichungen von den hEN sind zulässig, wenn Schutzziele und Sicherheitsniveau eingehalten werden und die Wirksamkeit der Alternativmaßnahmen von einem „Notified Body“ (NB) bestätigt wird. Für den Betrieb von Aufzügen sei unter anderem die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) maßgeblich, die eine Prüfung vor erster Inbetriebnahme vorschreibt.

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