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E2 Forum Frankfurt 2018 Konferenz News

Wir haben Ihnen eine Auswahl der Konferenzvorträge hier kurz angerissen:

Eröffnung 18.9.2018

Wolfgang Marzin

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung Messe Frankfurt GmbH

Wolfgang Marzin, CEO des Veranstalters Messe Frankfurt, begrüßte alle Teilnehmer zum E2 Forum Frankfurt, das nach der erfolgreichen Premiere des Formats in Mailand im Jahr 2016 unter dem Titel E2 Forum Milan erstmals auch die Branche in Deutschland mit den Entscheidern aus Gebäudeplanung und -technik sowie aus  Immobilienwirtschaft zusammenbringt. Sein Dank galt dem VDMA-Fachverband Aufzüge und Fahrtreppen für die starke Kooperation.

Die demografischen Prognosen der Vereinten Nationen und weiterer Experten sowie die Megatrends Urbanisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit bewegen die Messe Frankfurt als Anbieter von Branchenveranstaltungen insbesondere auf dem Gebiet der Building Technologies.

Albert Schenk

Albert Schenk, Vorsitzender des Vorstands des VDMA-Fachverbandes Aufzüge und Fahrtreppen

Der VDMA-Fachverbandsteht für 90 Prozent des Markts der Hersteller von Aufzugs- und Fahrtreppenanalgen in Deutschland. In seiner Begrüßung hob der Vorsitzende des Verbandsvorstandes Albert Schenk den wachsenden Bedarf nach gebäudebezogener Mobilität hervor: Die Industrie sei mit ihren Innovationen für die modernen Anforderungen an Digitalisierung und Nachhaltigkeit gerüstet. Das E2 Forum Frankfurt sei dazu da, die Inhalte der modernen Fördertechnik an der Schnittstelle zur Gebäudetechnik der Zukunft zu thematisieren und branchenweit voranzutreiben. Schenk freute sich, dass die Vielfalt der Zukunftsthemen von einer prominent besetzten Ausstellung flankiert sei.

Dr. Roberto Zappa

Dr.-Ing. Roberto Zappa, Präsident der European Lift Association (ELA)

Dr. Roberto Zappa beglückwünschte den VDMA-Fachverband und den Veranstalter Messe Frankfurt zum E2 Forum Frankfurt: „Ich bin begeistert zu sehen, dass die Idee des E2 Forums, das wir mit der Messe Frankfurt 2016 in Mailand aus der Taufe gehoben haben, nun auch hier in Frankfurt seine Premiere hat. Das ist ein großer Schritt, und ich kann Sie nur dazu anreizen, dies weiter so mutig voranzutreiben. Ich sehe den Erfolg dieser Veranstaltung und freue mich auf weitere Schritte in dieser Richtung.“ Die Digitalisierung, so Zappa weiter, „wird der Menschheit eine neue Kultur der Mobilität ermöglichen und unsere Branche wie auch die Entscheider in Architektur, Gebäudetechnik und Immobilienmanagement zu bahnbrechenden Lösungen im Sinne der Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit anspornen. Ich bin überzeugt, dass Veranstaltungen wie das E2 Forum in Mailand und Frankfurt diese Entwicklung intelligent und vernetzt flankieren werden!“

Key Note  

Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek

Professor Dr. Werner Sobek: Hochhäuser der Zukunft – Herausforderungen und Visionen

Der international renommierte Ingenieur und Architekt Professor Dr. Werner Sobek führte seine Zuhörer im überfüllten Konferenzsaal zu weitreichenden Fragestellungen zukunftsweisender Architektur, die er treffend als „gebaute Heimat“ bezeichnete. Angefangen bei rein quantitativen Betrachtungen der zukünftig bereitzustellenden Baustoffe angesichts des Bevölkerungswachstums weltweit, machte er transparent, wie rasch das bisherige Streben nach maximalen Gebäudehöhen, urbaner Verdichtung um jeden Preis und Exzentrik im Design die Grenzen der Machbarkeit, der (vor allem fossilen) Energieressourcen erreichen wird.

Eindrücklich, fast mahnend stellte er diesem Streben und seinen Risiken Konzepte gegenüber, die „nachhaltig sinnstiftende Lösungen“ für die gebaute Welt der Zukunft anregen: Ausgehend von emissionsoptimierter Energiegewinnung bzw. -nutzung jenseits fossiler Brennstoffe, über Baustoffe mit maximaler Recyclingfähigkeit und leichter Beschaffenheit für mehr Material- und Energieeffizienz bis hin zur Frage der sinnvollen Gebäudehöhe und -verdichtung in urbanen Ballungsräumen. 

Vorträge

Der Aufzug in der Gebäudeplanung

Die Vorträge in dem Themenschwerpunkt beleuchteten die Rolle von Aufzügen als integraler Bestandteil der Gebäudeplanung. Moderiert von Renato Turri, Geschäftsführer und Mitinhaber der PSA Publishers Ltd. in Zürich. Die Herausgeberin von World-Architects.com und 20 weiteren Plattformen pflegt ein weltweit kuratiertes Netzwerk von Architekten und Baufachleuten. Es wurde deutlich, dass neben einer gesetzes- und normenkonformen Planung vor allem die Anforderungen der Kunden und deren Wunsch nach Transparenz, Individualität und Ästhetik im Vordergrund stehen.

Dr. Gerhard Schiffner

Dr. Gerhard Schiffner CEN/TC10: Regeln und Vorschriften bei der Planung von Aufzügen

Dr. Gerhard Schiffner führte die Teilnehmer des E2 Forum Frankfurt in die Realität der Normen und Vorschriften. „Für Planung, Installation und den Betrieb von Aufzügen gibt es weltweit insgesamt mehr als 200 Vorschriften, Gesetze und Richtlinien“, schätzt Schiffner, der in mehreren Arbeitsgruppen des Technical Committee TC 10 „Aufzüge, Fahrtreppen und Fahrsteige“ im Europäischen Komitee für Normung CEN mitarbeitet. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den großen Nutzen nationaler und internationaler Normen. Würden diese befolgt, sei die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in der Regel automatisch gegeben.

Bei der Planung von Aufzügen kommen laut Schiffner neben Kriterien wie der bestimmungsgemäßen Verwendung, den Mindestanforderungen aus den technischen Baubestimmungen sowie projektspezifischen Anforderungen immer stärker auch ökologische Aspekte zum Tragen. Dazu zählten beispielsweise die Energieeffizienz nach ISO 25745-2 bzw. VDI 4707 mit Standby-Funktionen und Energierückspeisung sowie eine verschließbare Schachtentlüftung und eine Life Cycle-Bewertung.

René Lutz

René Lutz thyssenkrupp Aufzüge: Home Lifts in Wohnhäusern

Die steigende Zahl älterer und in ihrer Mobilität eingeschränkter Menschen erhöht auch die Anforderungen an die Barrierefreiheit in Wohngebäuden, wie René Lutz von thyssenkrupp Aufzüge in seinem Vortrag auf dem E2 Forum erläuterte. So würden nicht nur in Mehrfamilienhäusern, sondern auch in Einfamilien- bzw. Mehrgenerationenhäusern immer mehr Aufzüge eingebaut. In vielen Fällen sei eine Nachrüstung im Bestand erforderlich. Gefragt seien deshalb vor allem platzsparende, schnell installierbare Lösungen mit einer Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten, wie beispielsweise standardisierten Übereck-Lösungen.

Für die Ausrüstung von Wohnbauten sei es laut Lutz vor allem wichtig, die Kundenerwartungen zu analysieren sowie transparent und mit kurzen Reaktionszeiten mit den Kunden zu interagieren. Dazu sei die Digitalisierung des Vertriebsmanagements unumgänglich. Dadurch könnte nicht nur der Planungsprozess verkürzt und Fehler vermieden werden, sondern dem Kunden vor Ort die unterschiedlichen Varianten und Optionen visualisiert werden. De Zukunft liegt dabei laut Lutz auch im Einsatz von Virtual Reality, die Planung und Visualisierung von Liftlösungen plastisch und eindrucksvoll am Objekt ermöglicht.

Harald Giehl

Harald Giehl, ALGI: Schwere Lasten, geringe Förderhöhe – Vorteil Hydraulik?

Die Vorteile des Hydraulikantriebs bei Lastenaufzügen erläuterte Alfred Giehl von ALGI auf dem E2 Forum. Hydraulische Lastenaufzüge in direkter und indirekter Ausführung ermöglichen hohe Nutzlasten und große Förderhöhen. Moderne Systeme böten Architekten und Bauherren mehr Gestaltungsfreiheit durch verminderte Schachtkopfhöhen. Mit geregelten Systemen ließen sich hohe Anhaltegenauigkeiten und Nachholwege bis zu 2 bzw. 5 mm über einen hohen Temperaturbereich realisieren. Frequenzgeregelte Antriebe gehen laut Giehl noch einen Schritt weiter und senken den Energieverbrauch und die Schallemissionen noch weiter. Damit seien maschinenraumlose Antriebe und die Rückeinspeisung von Energie bei Senkfahrten ohne zusätzliche Regelelektronik möglich. Nicht einsetzbar seien hydraulische Antriebe, wenn hohe Fördergeschwindigkeiten erforderlich sind.

Jens-Albert Schenk

Jens-Albert Schenk, OSMA Aufzüge: Individualität in Serie

Auch individuell gestaltete Aufzüge lassen sich in kostengünstiger Serienfertigung herstellen, wenn die Bedürfnisse der Kunden genau analysiert und umgesetzt werden. Darauf wies Jens Albert Schenk von OSMA Aufzüge auf dem E2 Forum hin. „Kunden suchen Lösungen für ihre Anliegen und keine bestimmten technischen Produkte“, bringt Schenk die Anforderungen auf den Punkt. So ließen sich sechs Kernbedürfnisse der Kunden identifizieren. Eine gute Planungsunterstützung und beispielsweise die zeitnahe Bereitstellung von genauen Montagezeichnungen spare Zeit und sorge für eine Risikominimierung auf Kundenseite. Besonders konfliktträchtig sei die mangelnde Verfügbarkeit während Umbauten und die daraus resultierenden Störungen im Gebäudebetrieb, die sich beispielsweise durch die Montage nachts und am Wochenende reduzieren lassen. Während des Betriebs sorge ein 24/7-Service für eine hohe Verfügbarkeit. Würden dann noch die Kosten optimiert, beispielsweise durch die Einbeziehung von Fördermöglichkeiten, stünde einer hohen Kundenzufriedenheit nichts mehr im Wege.

Harald Bohnenstengel

Harald Bohnenstengel, Wittur: Der Aufzug als architektonisches Highlight – Vision und Umsetzung

Mit Aufzügen werden Architektenideen wahr, und es lassen sich gestalterische Visionen umsetzen. Davon ist Harald Bohnenstengel, Prokurist beim Komponentenlieferanten Wittur, überzeugt. „Aufzüge dienen nicht mehr nur der Personenbeförderung, sondern werden zum gestalterischem Element“, meint Bohnenstengel auf dem E2 Forum der Messe Frankfurt. Neue Materialien und Verarbeitungsmethoden ermöglichten ganz neue Ansätze. So ist der Panoramaaufzug im von Architekten Norman Foster gestaltetem Bloomberg Building in London perfekt in die Fassade aus Bronze- und Natursteinelementen integriert. Die 3 m hohen Vollglastüren des Aufzugs werden von einem unsichtbaren, untenliegenden Türmechanismus geöffnet.

Ein besonderes Highlight ist der 13 m hohe Glasaufzug im Steve Jobs Theatre am Firmensitz von Apple in Cupertino, USA. Der Aufzugsschacht besteht aus Spezialglas mit einigen wenigen Edelstahlelementen und gilt als größter freistehender Glasaufzug.  Der Aufzugskorb rotiert während der Fahrt um 171° und bedient so mit einer Türe beide Haltestellen in verschiedenen Positionen.

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Weitere Fragen zu den Vorträgen? – Hier erreichen Sie das E2 Forum Team:
E2forum@messefrankfurt.com

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